Migräne oder Kopfschmerz?

Wer Kopfschmerzen hat, spricht schnell von Migräne. Doch in den wenigsten Fällen handelt es sich dabei tatsächlich um eine ärztliche Diagnose. Und Kopfschmerzen sind, ungeachtet ihrer Intensität, meist überhaupt k eine echte Migräne. Diese befällt nur etwa 10% der gesamten Bevölkerung. Ob man möglicherweise an dieser neurologischen Erkrankung leidet und sich von einem Arzt darauf untersuchen lassen sollte, kann man anhand verschiedener Symptome feststellen.

Art des Schmerzes

Bei einem leichten Kopfschmerz handelt es sich meist nicht um eine Migräne. Hier werden die Schmerzen als mittel bis sehr stark empfunden. Mitunter berichten Migränepatienten sogar von als “unerträglich” empfundenem Schmerz. Häufig befindet sich der Schmerz nur auf einer Seite des Kopfes. Er ist in der Regel pochend beziehungsweise pulsierend und wird durch körperliche Aktivität verstärkt und nicht, wie bei anderen Kopfschmerzarten, gelindert.

Weitere Symptome

Sind mindestens zwei der aufgeführten Schmerz-Charakteristika erfüllt, ist das ein erster Hinweis auf das vorliegen einer Migräne. Allerdings muss für eine wirkliche Diagnose noch mindestens ein zusätzliches vegetatives Symptome vorliegen. In etwa 80% der Fälle handelt es sich dabei um Übelkeit oder Erbrechen. Mehr als die Hälfte aller Migränepatienten klagen außerdem über Lichtempfindlichkeit. Auch Geräuschempfindlichkeit ist weit verbreitet. Werden Gerüche als besonders unangenehm empfunden, ist dies ebenfalls ein vegetatives Symptom, wenngleich es nicht sehr verbreitet ist.

Aura

Bei einer echten Migräne kann es zu einem weiteren Symptom kommen, das viele Patienten zunächst sehr verunsichert. Der Begriff “Aura” bezeichnet verschiedene neurologische Symptome wie Sehstörungen, eine verzerrte Wahrnehmung, Kribbeln oder Taubheitsgefühle oder sogar motorische Störungen bis hin zu Lähmungserscheinungen. Diese Symptome gehen dem Schmerz normalerweise voraus und können für den Patienten eine Art “Warnsignal” für den bald einsetzenden Migräneanfall sein.

Behandlung

Leidet man tatsächlich an Migräne, sollte man in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Einfache Kopfschmerzen lassen sich problemlos auch zu Hause zum Beispiel mit Schmerzmitteln von Ratiopharm behandeln. Aber die Behandlung einer Migräne gehört unter allen Umständen in die Hände von ausgebildeten Fachkräften. Diese können geeignete Medikamente verschreiben oder sonstige Behandlungen wie beispielsweise Akkupunktur oder Ähnliches in die Wege leiten.